September 2026 - Theater in der Schule macht klug und macht Spaß
Liebe Lehrerinnen und Lehrer, Theaterpädagoginnen und –pädagogen,
dieser Newsletter ist für Sie. Zum Schuljahresanfang in allen Bundesländern möchten wir Ihnen Theaterstücke für Kinder und Jugendliche empfehlen, die praxiserprobt sind und sich dem Thema „Schule“ in unterschiedlicher Weise widmen.
Falls Sie lieber eigene Texte mit Ihren Schüler*innen erarbeiten wollen: Über den Prozess des szenisches Schreiben als produktive Gruppenarbeit bis hin zur Aufführung informiert praxisnah und anschaulich seit vielen Jahren das Buch von Lorenz Hippe „Und was kommt jetzt?“ Szenisches Schreiben in der theaterpädagogischen Praxis.
Wenn dafür weder Personal noch Zeit vorhanden ist, muss nicht auf Theater mit Kindern und Jugendlichen als wertvolles, künstlerisch- pädagogisches Erlebnis verzichtet werden. Von Lorenz Hippe finden Sie auf www.dtver.de sechs Theaterstücke, die er gemeinsam mit Gruppen zum Nachspielen geschrieben hat.
Auch die Schauspielerin und Theaterpädagogin Barbara Seeliger entwickelte ihre Theaterstücke in Zusammenarbeit mit Schulklassen. Schulzeit beginnt schon auf dem Weg zur Schule. „Die fabelhafte Schulweg-Show“, eines ihrer dreizehn Theaterstücke, zeigt in vier Szenen jeweils einen abenteuerlichen, gefährlichen, einen langweiligen und lustigen Weg zur Schule, auf dem eine ganze Klasse mit viel Spaß und Schwung unterwegs sein kann.
„Der Buchstabenschatz“ von Annegret Strobel, in dem der Buchstabenräuber den Tieren ihre Namen klaut, ist ebenfalls ein lustiges, schnell einzustudierendes Stück für die ganze Grundschulklasse. Und: „Was ist da bloß im Mäppchen los?“ Kaum ist der Reißverschluss zu, werden Bleistift, Legami, Leuchtstift und i-pad-Stift lebendig … Ein unterhaltsames Stück für die Grundschule von Chris Becker. Beide Stücke eignen sich auch zur Begrüßung der Erstklässler.
Um Kindern den Schrecken vor den Zahlen und dem Rechnen zu nehmen, gründete Martina Gratz an der TU München das „Mathematiktheater“. “Die Welt ohne Zahl“ veranschaulicht die Bedeutung der Zahlen auch für kleinere Kinder leicht fassbar und mit Liebe zum Spielerischen.
Dass es ein großes Erfolgserlebnis sein kann, Probleme aus eigener Kraft zu lösen, zeigt die Münchner Tanzpädagogin und Schauspielerin Lisa Bales in „Sheesh!“, einem Mutmach-Stück für 7 Kinder oder Jugendliche. Die Uraufführung des Stücks war in der BlackBox, Gasteig, München. Beteiligt waren Schüler*innen verschiedener Schulen. Sie teilten sich die Aufgaben für Bühnenbild, Tanz und Schauspiel.
Die folgenden coming-of-age-Stücke richten sich an Jugendliche. Sie umkreisen die Problematik der Identitätsfindung, der Gruppenzwänge und der sozialen bzw. asozialen Medien. Anemarie Fesl widmet sich mit „Sei du zelpst“ der Frage, was passiert, wenn nicht mehr der/die Einzelne, sondern die erpresserische Übereinstimmung mit Gruppenidentitäten das Wichtigste ist. Wie kann man sich selbst treu bleiben, ohne befürchten zu müssen, sozial ins Abseits zu geraten? Und – weitergefragt - was ist die Folge, wenn die scheinbare Interaktion mit einer KI für das bedrängte Ich handlungsleitend wird?
Kolja ist 16 und unglücklich verliebt in Mina. Kann das Coaching eines Chatbots ihm helfen, Minas Aufmerksamkeit zu gewinnen? Kolja will es wissen und lässt sich auf ein ungleiches Spiel ein ... „Best friend“ von Volker Zill handelt von Kolja, seinen Eltern, seiner Liebe, seinen Freunden und den Folgen seiner Entscheidung. Das Stück bietet zwei (realistische) Schlussvarianten an.
Volker Zill wurde mit „Best friend“ einer der Gewinner des Frankfurter Autorentheatermarkts 2026. Details hierzu und zum Autor finden Sie auf www.dtver.de direkt beim Stück.
- Unter „Stücke für Kinder und Jugendliche“ bieten wir auf www.dtver.de viele weitere Theaterstücke zu diesen und anderen Themen an, auch für große Gruppen und ganze Klassen. Alle können zu 50% ihres Inhalts direkt angelesen werden. Vollständige Texte senden wir Ihnen jederzeit gern als PDF oder als ausgedrucktes Exemplar über den Postweg. Wir freuen uns über Ihr Interesse. Bitte antworten Sie nicht unter dieser Adresse, sondern nur über theater@dtver.de. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!
Mit herzlichen Grüßen aus Weinheim
Ihr
Deutscher Theaterverlag
Gabriele Barth