Fachliteratur

Wisst ihr, was gestern passiert ist?

Vom Erlebnis zur Darstellung - Playbacktheater in Grundschule, Schule und Jugendarbeit.

"Playbacktheater" - das bedeutet szenisches Gestalten zuvor erzählter, scheinbar wenig bedeutsamer Alltagsereignisse. Ein Kind erzählt den anderen, was es morgens auf dem Schulweg erlebt hat - die anderen setzen das Erzählte in theatrale Formen um. Dadurch vergegenwärtigen sich alle Kinder das Geschehen und tragen Eigenes auf spielerischem Wege bei.

(Neuauflage der vergriffenen Erstauflage von 2008 als Folge 6 in der Reihe "Standorte)


Das macht Spaß und gelernt wird wie nebenbei: über das Verhältnis von Realität und Phantasie, Perspektivenwechsel, Motorik, Experimentierfreude und Individualität.
Nicht zuletzt trainieren die Kinder Sprachvermögen und soziale Fähigkeiten. Sie lernen, Anforderungen ihres Alltags kreativ zu verarbeiten und mit den erworbenen darstellerischen Fähigkeiten sogar eine Stückvorlage zu entwickeln. Die hohe Spontaneität, die diese Spielform auszeichnet, sein Stegreifcharakter, macht sie auch für theatral Ungeübte attraktiv, verlangt aber nach kompetenter theaterpädagogischer Begleitung und Moderation.

"Die erwachsene Begleitung sollte um die künstlerischen und dadurch pädagogisch wirksamen Potentiale von Playbacktheater - im Besonderen Improvisation, - wissen und sie initiieren, strukturieren und formen können."

Dazu möchte dieses Buch anregen und anleiten.

Gitta Martens war von 1981 bis 2015 Dozentin für Theater und Leiterin des Fachbereichs an der Akademie für Kulturelle Bildung Remscheid (vormals Akademie Remscheid).
"Wisst ihr, was gesern passiert ist?" ist das erste Grundlagenwerk zum Playbacktheater mit Kindern.

 


 

Inhaltsverzeichnis

 I Einleitung

   Playbacktheater mit Kindern zwischen sechs und zwölf Jahren

   Zum Aufbau des Buches

   Anmerkungen

1 Was ist Playbacktheater?

  1. Playbacktheater in Aktion

1.1. Ein Erfahrungsbericht: Beispiel A „Anna reitet durch den Wald“

Kinder erzählen und Erwachsene spielen

1.2. Fragen der Umsetzung mit Kindern

1.3. Beispiel B „Jens und der Fußballtrainer“

Kinder erzählen und spielen

1.4. Analyse des Beispiels B

1.5. Vergleich der Situationen in den Beispielen A und B

Anmerkungen

 2 Die Ursprünge des Playbacktheaters

2.1. Das Vorbild

2.2. Erfahrungen mit Playbacktheater

2.3. Beispiel C „ Bea und das Kätzchen“

Kinder erzählen und spielen

2.4. Erfahrungen der Kinder

Anmerkungen

3 Die Praxis des Playbacktheaters

3    Besonderheiten und Herausforderungen dieser Form des Darstellenden Spiels

3.1 Das improvisierende Erzählen

3.2 Moderieren in der Erzählphase

3.3 Das improvisierende Spielen

  1. Spielen auf der Grundlage mimetischen Handelns: Das Mimesiskonzept
  2. Moderieren in der Spielphase

Anmerkungen

 4 Playbacktheater in der Schule

  1. Schritte zum Playbacktheater in der Schule
  2. Spiel und Zusammenspiel im Playbacktheater: Improvisation
  3. Beispiel D „Claudia ist von der Schaukel gefallen“

Kinder erzählen und spielen

  1. Zwischen sozialem Rollenspiel und Darstellendem Spiel

Anmerkungen

 5 Die Moderation als Multifunktion vor und während der Spielphase

  1. Die Moderation in der Funktion der Spielleitung
  2. Beispiel E „Xenia und die Eidechse“

Kinder erzählen und spielen

  1. Die Moderation in ihren Funktionen der Dramaturgie und Regie
  2. Künstlerische Grundlagen
  3. Die Moderation als künstlerische und pädagogische Spielleitung
  4. Der theaterpädagogische Subtext der Moderation

            Anmerkungen

 6     Erweiterungsmöglichkeiten des Playbacktheaters

  6.       Playbacktheater mit großen Gruppen

  1. Überlegungen zur Entwicklung darstellerischer Fähigkeiten
  2. Stilistische Mittel und Spielformen
  3. Notwendigkeiten für das Spiel in Kleingruppen
  4. Beispiel F „Die Darstellung einer Töpferscheibe“ = Bewältigung eines „Technikums“

Kinder erzählen und spielen

  1. Die Vielfalt der Darstellung würdigen
  2.  Spielregeln und Gruppenkohäsion
  3.  Nicht-darstellende Weisen der Gruppenarbeit

Anmerkungen

 Vom improvisierenden Playback zum wiederholbaren Theaterstück

Gemeinsame Schritte von der Erzählung zur Aufführung

Theaterpädagogische Überlegungen

Anmerkungen

 Playbacktheater im Rahmen einer Theatergruppe

Vorüberlegungen

Benennen, Beobachten, Darstellen, Besprechen

Probeninhalte

Theaterpädagogische Überlegungen

Rollenflexibilität und Rollendifferenzierung

Theaterpädagogische Überlegungen

Anmerkungen

 Playback- Theater – Aktion und Schritte in die Öffentlichkeit

 9.1     Erzähler aus dem Zuschauerraum

9.2    Öffentliche Auftritte  

Anmerkungen

 10.    Nachwort

  1.    Kommentierte Literaturliste
  2.    Biografie

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